Wer pflegt eigentlich Open Source?

Hinter den Open-Source-Komponenten in Ihrer Software stehen Menschen. Keine Unternehmen, keine Abteilungen, keine Service-Teams - sondern in vielen Fällen Einzelpersonen, die in ihrer Freizeit arbeiten, ohne Bezahlung, ohne Vertrag und ohne jede Verpflichtung Ihnen gegenüber.

Die Realität hinter dem Fundament

Open Source bildet das Fundament der modernen Software-Industrie. Die Realität hinter diesem Fundament sieht so aus:

Was passiert, wenn ein Maintainer aufhört?

Wenn der Maintainer eines Projekts aufhört, passiert zunächst: nichts. Das Projekt existiert weiter, der Code ist weiterhin verfügbar, die Downloads laufen weiter. Aber:

Das Projekt wird zum Sicherheitsrisiko, ohne dass ein Scanner Alarm schlägt. Es gibt keine CVE für "dieses Projekt wird nicht mehr gepflegt".

Gesetzliche Relevanz

Die EU-Gesetzgebung verlangt von Ihnen, genau dieses Risiko zu managen:

Ein Projekt ohne aktiven Maintainer erfüllt keinen dieser Maßstäbe. Wenn Sie es trotzdem einsetzen, liegt die Beweislast bei Ihnen zu zeigen, dass Sie das Risiko kennen und managen.

Was bedeutet das für Sie?

Sie verlassen sich auf Menschen, die Sie nicht kennen, die keinen Vertrag mit Ihnen haben und die jederzeit aufhören können. Das ist kein Vorwurf an die Maintainer - es ist die Struktur des Ökosystems. Aber diese Struktur bedeutet, dass Sie als Unternehmen aktiv werden müssen: Projekt-Gesundheit überwachen, Verwaisungsrisiken erkennen, Alternativen vorbereiten und im Ernstfall selbst eingreifen können.

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