Was ist eine SBOM -und warum reicht sie nicht?

Eine SBOM (Software Bill of Materials) ist eine Software-Stückliste: ein maschinenlesbares Verzeichnis aller Komponenten, die in einem Software-Produkt enthalten sind. Der CRA definiert sie als "formale Aufzeichnung der Einzelheiten und Lieferkettenbeziehungen der Komponenten" (Art. 3 Nr. 39).

Warum ist eine SBOM Pflicht?

Mehrere EU-Gesetze fordern die Dokumentation von Software-Komponenten:

Eine SBOM ist also nicht optional. Sie ist eine gesetzliche Anforderung.

Das Problem: SBOM ist nicht gleich Sicherheit

Die meisten Unternehmen erstellen eine SBOM und glauben damit, ihre Pflicht erfüllt zu haben. Das ist ein gefährlicher Irrtum.

Eine SBOM ist ein Inventar -kein Sicherheitsinstrument. Sie zeigt Ihnen, was da ist. Sie sagt Ihnen nicht:

Transitive Abhängigkeiten sind besonders tückisch: Ihre SBOM zeigt vielleicht 200 direkte Komponenten. Tatsächlich hängt Ihre Software aber von 800 oder mehr Projekten ab, weil jede Komponente wiederum eigene Abhängigkeiten hat. Ein Sicherheitsproblem in der vierten Ebene betrifft Sie genauso wie eines in der ersten.

Was eine SBOM braucht, um nützlich zu sein

Eine SBOM wird erst dann zum Sicherheitsinstrument, wenn sie:

Was bedeutet das für Sie?

Wenn Sie eine SBOM erstellt haben, haben Sie den ersten Schritt getan. Aber eine SBOM allein erfüllt weder die Anforderungen von DORA, NIS2 noch die des CRA. Diese Gesetze verlangen aktives Risikomanagement, nicht bloße Inventarisierung. Der Unterschied zwischen "wir haben eine SBOM" und "wir managen unsere Open-Source-Lieferkette" ist der Unterschied, den ein Auditor prüfen wird.

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